By m.boehm on April 27, 2020

Schwung in die Recruiting-Maschine bringen - Die Inbound Recruiting Methode

#Folge 4 der Serie "Was ist Inbound Recruiting?": Anziehen, Interagieren und Begeistern sind die einzelnen Bausteine, um die Recruiting Maschinerie "Inbound" anzukurbeln. Wir betrachten, was notwendig ist, dass sich das Rad stetig weiterdreht.

Das Ziel der Inbound Recruiting Methode ist es, ein Vertrauensverhältnis zum Bewerber herzustellen und stetig Mehrwert für Themen zu liefern, die ihm wichtig sind.

Ein unangenehmes Aufdrängen entfällt. Stattdessen weckt das Inbound Recruiting Interesse durch spezifische Inhalte, die den zukünftigen Mitarbeiter anziehen. Im besten Fall findet eine Interaktion mit diesen Inhalten statt und es führt zu einer organischen Begeisterung, sodass der folgende Kreislauf entsteht.

 

Darstellung der Inbound Recruiting Methode als Diagramm
 
Die Inbound Recruiting Methode funktioniert wie ein Schwungrad - umso mehr Begeisterung, umso mehr Anziehung.
 

 

 

Anziehen

Durch einen ersten Impuls soll die Aufmerksamkeit zukünftiger Bewerber durch relevante und hilfreiche Inhalte auf den möglichen neuen Arbeitgeber gelenkt werden. Das kann durch hilfreiche Tipps und Lösungen für typische Probleme passieren, die dieser Kandidat hat. Gleichzeitig wird durch professionellen Content Kompetenz bewiesen und das Unternehmen positioniert sich als vertrauensvolle Quelle.

Ob Berufseinsteiger, Facharbeiter oder branchenfremder Quereinsteiger, für die Mehrzahl potenzieller Bewerber gibt es unzählige Möglichkeiten, ihren neuen Traumjob zu finden. Doch wie werden sie auf den passenden Employer aufmerksam? Möglichen Bewerbern einzig und allein eine Stellenausschreibung bereitzustellen, macht ein Unternehmen noch lange nicht attraktiv. Je nach Aufbereitung, kann eine Ausschreibung den Interessenten auch überfordern oder langweilen. Wenn Unternehmen aber beispielsweise einen Link zu ihrer Website hinterlegen oder auf spannende Blogposts verweisen, die den Bewerber interessieren, wird Interesse geweckt und der Interessent hat die Möglichkeit, sich über die Tätigkeit oder die Branche zu informieren. Dadurch werden Sie als Meinungsführer wahrgenommen, der noch dazu Seriosität ausstrahlt. Ziel ist es, dass Ihnen qualifizierte Bewerber ihre Kontaktinformationen ohne Bedenken zur Verfügung stellen.

 

Interagieren 

In dieser Stufe der Inbound Recruiting Methode agiert der zukünftige Bewerber, indem er einen Artikel liest, einen Post in Social Media liked oder sich über gestreute Inhalte weiter zur Website des Unternehmens klickt. Dadurch werden erste Informationen des Kandidaten erfasst. Eine Kontaktaufnahme oder gar das Versenden einer Bewerbung ist das Sahnehäubchen auf dem Kuchen der Interaktionsphase im Inbound Recruiting. Jetzt gilt es, als Ansprechpartner eine vertrauensvolle Beziehung aufzubauen.

Die Praxis zeigt, dass Bewerber oftmals nach dem Einreichen ihrer Daten oder der Bewerbung nicht wissen, was weiter geschieht. Unsicherheit tritt auf. Viele Unternehmen arbeiten oft mit Newslettern für ihre Produkte. Warum also nicht auch dieses Werkzeug für den möglichen Employee nutzen? Weisen Sie zum Beispiel auf Online-Trainings oder Firmenveranstaltungen hin. Laden Sie potenzielle Kandidaten durch einen Newsletter ein. Weitere Inhalte können andere Stellen sein, die ebenfalls zum Profil des Interessenten passen. Zudem können Sie auf ein Talent Network hinweisen und sich damit als interessanter Arbeitgeber positionieren. Da jedoch eine Stelle nur begrenzt zu besetzen ist, werden nicht eingestellte Bewerber den Newsletter irgendwann abbestellen. Daran erkennen Sie, wer trotzdem tatsächliches Interesse am Unternehmen zeigt.

 

Begeistern

An diesem Punkt ist der Recruiter oder Personalentwickler gefragt. Er sorgt dafür, dass die Erwartungen, die vorab beim Bewerber geschürt werden, durch ein informatives Gespräch mit passenden Fragen und einer gut durchdachten Unternehmensvorstellung voll erfüllt und besser noch übertroffen werden. 

Im Unternehmen kommt es zum Wachstum, da Stellen besetzt werden. Ein Employee möchte sich nun auch weiterhin betreut fühlen. Sie bestimmen den Start und sind zum Beispiel für die Einrichtung eines automatisierten und ganz persönlichen E-Mail-Verkehrs verantwortlich, der den Dialog zwischen Employee und Personalentwickler während des Onboardings fortsetzen kann. Passend zu den Interessen und Aufgaben des Employees können über dieses Werkzeug auch hilfreiche Inhalte zugespielt werden. Regelmäßiges Feedback und die Möglichkeit, Verbesserungsvorschläge einzubringen, lassen neue Mitarbeiter zum Fan werden.

 

Das Rad in Schwung halten

Die 3 Phasen zielen auf eine fortwährende Zusammenarbeit ab, sodass beispielsweise auch feste Mitarbeiter immer wieder angezogen werden und stets von ihrem Arbeitgeber begeistert sind. Dadurch werden sie auch auf lange Sicht zu Fürsprechern des Unternehmens, wodurch wiederum kostenlose Werbung ausgerollt wird.

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Beitragsbild von pexels

Published by m.boehm April 27, 2020